Bärnau/Hohenthan: Jeder katholische Christ mit einem eigenen Jahreseinkommen von mindestens 1800,00 € (auch Rente) wird gebeten, der Pfarrei 1,50 € einmal im Jahr zu zahlen – das sogenannte Kirchgeld. Das Kirchgeld ist eine Steuer, die in der Pfarrei verbleibt und direkt für die vielfältigen Belange der Pfarrgemeinde vor Ort verwendet werden darf. Dafür sagen wir Ihnen ein herzliches Vergelt’s Gott! Gerne stellen wir Ihnen natürlich über eine zusätzliche Spende eine Spendenquittung aus.

Liebe Schwestern und Brüder,
ihr „macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig und einträchtig, dass ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.“ (Phil 2, 1-4) So schreibt der Apostel Paulus der jungen Gemeinde in Philippi. Diese Mahnung führt uns mitten hinein ins Herz der Caritas und damit auch ins Herz unseres Glaubens und unserer Gemeinde. Caritas ist das lateinische Wort für Nächstenliebe. Dazu passen weder Egoismus noch Prahlerei. Und schon gar nicht darf ein Christ sein Wohl ohne Rücksicht auf die anderen verfolgen. Wie steht es mit der Caritas in unseren Gemeinden? Ist das überhaupt eine Frage für uns? Oder haben wir „dafür“ nicht den Caritasverband, für dessen Arbeit wir wieder um eine Spende gebeten werden? Ja, es ist wahr: Der Caritasverband hat auch in unserem Bistum ein großes Netz der Hilfe und Unterstützung: Kindertageseinrichtungen, Sozialberatung, Suchtberatung, Beratung und Hilfe für Schwangere und Familien, Obdachlosenhilfe, Pflegeheime, häusliche Pflege und Behindertenhilfen. Ohne diese Einrichtungen wären wir ärmer. Wo sonst sollten Menschen mit Behinderung betreut werden? Wer würde außer den Angehörigen pflegebedürftige Menschen pflegen? Wer würde mit ratlosen Menschen Auswege aus einer Krise suchen? Vielleicht werden Sie sagen: Das könnten auch andere Organisationen tun. Richtig. Aber die Caritas tut ihren Dienst in einem besonderen Auftrag, nämlich im Auftrag unserer Kirche. Und sie tut es aus einem besonderen Blickwinkel. Sie tut es in der Nachfolge Jesu. Das ist keine theologische Lyrik, sondern das wird im Alltag der Caritas-Arbeit sichtbar. Die Pflegekraft einer Sozialstation sitzt manchmal auch dann noch bei einem Sterbenden am Krankenbett, wenn es die Pflegeversicherung nicht mehr zahlt. Aus ihrem Glauben heraus können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Antworten in Lebenskrisen geben, die der irdischen Not, dem irdischen Leid, ja sogar dem Tod noch einen Sinn geben können. Die professionellen Dienste unserer Caritasverbände sind wertvoll und sie erreichen jährlich 350.000 Menschen.
„Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen“, schreibt Paulus. Seine brüderliche Mahnung richtet sich auch an unsere Pfarrgemeinde und an jeden von uns selbst. Wo leben die Menschen, auf deren Wohl wir achten müssen, die auf uns warten, auf unseren Besuch, ein tröstendes Wort, eine helfende Tat? In unseren Pfarr-gemeinden gibt es viele leuchtende Beispiele christlicher Caritas. Ich denke beispielsweise an Menschen, die ohne Aufsehen kranke Nachbarn besuchen und für sie einkaufen. Ich denke auch an organisierte caritative Dienste in unseren Pfarrgemeinden, z. B. an Frauen, die einen Seniorennachmittag organisieren. Oder an den Besuchsdienst für die kranken und alten Mitglieder der Pfarrei im Krankenhaus und Altenheim. Auch Ihnen danke ich von Herzen.
Immer wieder brechen neue Nöte auf, die neue Antworten und neues Engagement von uns verlangen. Ich danke allen Caritas-Sammlerinnen und Caritas-Sammlern, die in der kommenden Woche wieder losziehen, um für die Caritas um Spenden zu bitten. Sie haben oft auch ein waches Auge, wenn sie als Boten der Pfarrgemeinde oder der Caritas in die Häuser kommen.
Die Kollekte des Ernte-Dank-Sonntags ist für die vielfältigen Aufgaben der Caritas in unseren Pfarrgemeinden und der Diözese bestimmt. Bitte unterstützen Sie durch Ihre Gabe die Arbeit der Caritas. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich.
Regensburg, 10.07.2018
Für das Bistum Regensburg
Bischof von Regensburg

 

Die Kirchenverwaltung ist Teamarbeit. Die Aufgaben der Kirchenverwaltung sind überaus interessant und vielseitig.
Gestalten Sie die Zukunft Ihrer Pfarrei aktiv mit und bringen Sie dabei Ihr Wissen, Ihre Erfahrung, Ihre Ideen und Ihr persönliches Engagement mit ein:
Am 18. November 2018 sind Kirchenverwaltungswahlen!
Die Kirchenstiftungen einer jeden Pfarrei dienen mit ihrem Vermögen und ihrem Ertrag den sogenannten ortskirchlichen Bedürfnissen.
Die Aufgaben der Kirchenverwaltung bestehen einerseits in der gewissenhaften und sparsamen Verwaltung des Kirchenstiftungsvermögens und andererseits in der Erfüllung der ortskirchlichen Bedürfnisse.
Hier ein Auszug aus dem Hauptaufgabenfeld, das sich überwiegend aus den ortsüblichen Bedürfnissen ableitet:
·die Planung, Errichtung, Ausstattung und der Unterhalt der Kirchen im betreffenden Seelsorgebezirk (Pfarrei),
·die Planung, Errichtung und der Unterhalt der den Pfarrgeistlichen, den kirchlichen Mitarbeitern und der Kirchengemeinde dienenden Gebäude (z.B. Pfarrhaus, Pfarr- und Jugendheim),
·die Beschaffung und der Unterhalt der Inneneinrichtung für die Kirchen,
·die Bereitstellung des Sachbedarfes für Gottesdienst und Seelsorge,
 der Abschluss von Arbeitsverträgen und sonstigen Verträgen,
·die Betriebs- und Personalträgerschaft an einer Kindertageseinrichtung,
 der Unterhalt des Friedhofes,
·die Erstellung und Verabschiedung der Haushaltsplanung und der Jahresrechnung (Kirchenrechnung).
Für das Amt des Kirchenverwaltungsmitgliedes kann gewählt werden,
 wer der römisch-katholischen Kirche angehört,
·im Bereich der Kirchengemeinde seinen Hauptwohnsitz begründet hat,
·kirchensteuerpflichtig ist und
·am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Die Anzahl der zu wählenden Mitglieder der Kirchenverwaltung ist abhängig von der Anzahl der Katholiken in Ihrer Pfarrgemeinde:
·bis 2000 Katholiken besteht diese aus vier Mitgliedern,
·bis 6000 Katholiken besteht diese aus sechs Mitgliedern und
·ab 6000 Katholiken aus acht Mitgliedern,
die gewählt werden müssen.
In unseren drei Pfarreien sind die Katholikenzahlen jeweils unter 2000 Katholiken. Es sind also 4 Mitglieder in jeder Pfarrei in die Kir-chenverwaltung zu wählen.
Bei der Kirchenverwaltungwahl darf wählen, wer
·der römisch-katholischen Kirche angehört,
·im Bereich der Kirchengemeinde seinen Hauptwohnsitz, d.h. der Ort, der als räumlicher Mittelpunkt der Lebensbeziehungen der betreffenden Per-son angesehen werden, begründet und
 am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hat.